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1902 |
2. September, Geburt Pratajevs in Kurtschinsk-Robersk Vater Heilkräutersammler, Mutter Kuhbürsterin |
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1907 |
Entdeckung der Mineralwasserquelle auf dem Anwesen der Eltern |
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1918 |
Plötzlicher Tod der Eltern, Pratajev wird Mineralwasserquellenbesitzer |
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1923 |
Pratajev verläßt erstmals Loptschevsk, erster Aufenthalt in Miloproschenskoje |
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1927 |
Versiegen der Mineralwasserquelle |
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1928 |
Ausbildung zum Karussellführer in Trowlov |
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1929 |
Erste literarische Versuche |
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1929-1931 |
Freischaffender Karussellführer, Wanderjahre (weitgehend unerforscht) |
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1931-1935 |
Hilfszahnarzt in Plovtschensk, nebenbei verstärkte Schriftstellertätigkeit |
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1935 |
Erste Veröffentlichung. Pratajev wird Schriftsteller. Lesungsreisen durch die ländlichen Gebiete Rußlands beginnen. Erster Kontakt zu Wallgold (Verleger) |
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1936 |
Pratajev begegnet dem Erlenholzgitarristen Anatoli Prumski, eine bis zum Tode Pratajevs andauernde Freundschaft beginnt |
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1937 |
Pratajev beginnt zu malen. Igor Pavlowitschs Kriminalfälle erscheinen und werden zurückgezogen. |
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1937-1940 |
Malerphase (auch Kriminalphase genannt, weitgehend unerforscht) |
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1941 |
Pratajevs Spuren verlieren sich in den Kriegswirren |
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1944 |
Pratajev wohnt in Molybdanov |
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1945 |
Pratajev soll in Prag im Dienste der Roten Armee Arzthelfer gewesen sein,
davor eventuell Zwischenstopp in Großenhain |
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1946-1947 |
Verstärkte Schriftstellertätigkeit. Wechselnde Wohnsitze (unerforscht). Pratajev gilt als berühmt, hinterließ helfend Spuren im Einflußgebiet der Sowjets. Viele unbestätigte Legenden entstehen (Lehrer in Großenhain, Landarzt bei Kiew, Veterenär fast überall) |
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1947 |
Erste Schallplattenaufnahme |
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1947-1952 |
Rückzugs- oder Umnachtungsphase (weitgehend unerforscht) |
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1952 |
Der Dorfsowjet greift ein erscheint und katapultiert den inzwischen fast vergessenen Pratajev in die Bestsellerlisten. Eine unruhige Zeit beginnt. Ausgedehnte Tourneen mit Prumski und wechselnden Freunden und Begleitern |
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1953 |
Kolsnovo Parputsker Sommer. Pratajevs Erscheinen verursacht überall Tumulte |
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1954 |
Beginn der Miloproschenskojer Phase. Die Kriminalfälle des Igor Pavlowitsch erscheinen in erweiterter und überarbeiteter Form und bescheren einen Riesenerfolg. Diverse Reisen, auch nachweislich ins Ausland (unerforscht) |
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1955 |
Kurze Smolensker Periode (10. Februar bis 15. März), fluchtartige Rückkehr nach Miloproschenskoje |
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1957 |
Pratajev schreibt fast ausschließlich Lyrik. Ungezählte Gedichte harren der Aufarbeitung. Sein im gleichen Jahr erscheinender Band "Dackelfellmantel" führt zur Bezeichnung "Neue Sowjetische Gruftliteratur" und trotz Zerwürfnis mit Wallgold zu Pratajevs endgültigem Ruhm. |
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1957-1959 |
Ständige Tourneen |
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1959 |
Ende der Miloproschenskojer Phase. Übersiedlung nach Protnik. Verfassung verschiedener medizinischer Schriften. Beginn der Einsamkeitsanfälle, sogenannte Sorgenphase |
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1960 |
Kurze Rückkehr nach Miloproschenskoje. Gefrierkatastrophe von Bolwerkow (Als das Eis kam) Mit Beginn des Winters Rückzug ins Teehaus Protnik, starke Einsamkeitsanfälle. |
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1961 |
Gottesphase (neu entdeckt). Pratajev verließ Protnik ohne Ziel, vagabundierte größenwahnsinnig geworden umher, frönte dekadenten Neigungen und schrieb ohneUnterlaß. Hauptrückzugsort war eine Datscha Wallgolds in den Wäldern von Branskovskowo. |
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1961 |
Tod Pratajevs unter ungeklärten Umständen beim Besuch einer Gruft. Pratajevs Leichnam wurde gestohlen und seine Gebeine als Reliquien gehandelt. Als Todestag gilt seit neuestem der 23. 5. Ein Grab Pratajevs ist bis heute nicht auffindbar. Teile seines Leichnams sollen später von einer Delegation nach Weimar gebracht worden sein (unbestätigt) |
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1962-1964 |
Postmortale Phase. Immer wieder tauchten Manuskripte auf, die nachweislich von Pratajevs Hand stammten. Die Vermutung, Pratajev sei noch am Leben, erhielt somit immer wieder Nahrung. Die aus dieser Zeit stammenden Gedichte wurden zu dem Band "Nach dem Tode schreib ich weiter" zusammengefaßt.
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1964 |
Gerüchte, Pratajev hause als Eremit in einer Holzhütte auf einem Felsvorsprung über dem Flüsschen Woschtsch (Sibirien), führen zu einem Pilgerstrom seiner Anhänger dorthin. Nachdem 8 Personen in den Fluten ertranken und der Hüttenbewohner als nicht Pratajev identifiziert wurde, machte sich eine große Enttäuschung breit, die zur Folge hatte, daß Pratajev allmählich in Vergessenheit geriet. |